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Donnerstag, 2. April 2015

Beijing, Beijing, Beijing, Fazit, Fazit, Fazit!

Die Stadt:
Ich mag Peking mehr als Shanghai. Ich kann nicht genau sagen warum. Vielleicht liegt es an meinem unterschwelligen: "Mammi!! Shanghai war gemein zu mir! T__T".
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich durch Lilla in Peking eine Führerin hatte und ich mich dadurch wesentlich weniger verlaufen habe. Wer weiß.
Ich bilde mir auch ein, dass die Menschen in Peking prinzipiell ein bisschen netter waren. Wenn es auch nur diese einfachen Dinge waren, wie: einen Schritt zur Seite zu gehen, wenn ich versuche meinen großen Koffer aus der Bahn zu hiefen.
Nicht das sie Hilfe angeboten hätten, aber zumindest musste ich nicht gegen sie ankämpfen und das ist doch schon einmal etwas, oder?
Abgesehen davon ist es interessant zu beobachten, dass Shanghai und Peking anscheinend unterschiedliche Arten von Ausländern anziehen.
Shanghai ist gerade modern für all jene die reich und berühmt sind oder es werden wollen. Wer nach Peking geht, hat meist einen anderen ansporn.
Um ein Zitat aus meiner Partynacht am Samstag an zu bringen: "Selbst die Franzosen sind cool in Peking."
Und das will was heißen ;)
Auch Peking ist nicht perfekt. Die Ausgangspläne in der U-Bahn haben sehr selten englische Beschriftungen, geschweige denn irgendwo sonst. Auch der Smog ist nichts was man unterschätzen sollte.
Seitdem sie zum Asiengipfel letztes Jahr künstlich den Smog entfernt haben, ist es zwar angeblich nicht mehr so schlimm wie früher, aber das heißt noch lange nicht, dass die Werte der Stadt sehr gesund für irgendjemanden wären.

Das Hostel:
Mein Hostel war diesmal sehr zentral gelegen. Für ca. 5,50€ die Nacht habe ich in einem gemischten Schlafsaal geschlafen. Das Gebäude des Hostels ist ein altes Houton Haus, eins der traditionellen Häuser in China, in denen früher mehrere Familien zusammen unter einem Dach gelebt haben. Dabei waren die Bereiche nicht nach Familien, sondern nach Generationen geteilt. Die Kinder schliefen in dem einem Bereich, die Eltern in dem anderen, die Großeltern wieder woanders und die Bediensteten hatten einen abgesonderten hinteren Bereich. Das coole an meinem Hostel war, dass es direkt in der Innenstadt lag und damit in 5min Laufentfernung zu verbotenen Stadt (auch wenn mir das auch nicht viel geholfen hat...). Aber auch andere Sehenswürdigkeiten waren so leicht zu erreichen. Und als es am Mittwoch unmenschlich früh auf dem Weg zum Flughafen ging, konnte ich mir ein  Taxi zum Airportexpress für 3,50€ nehmen. Mehr kann man eigentlich nicht verlangen :D
Zudem waren die Angestellten nett und haben mir sogar geholfen etwas im Internet zu bestellen. Wobei ich ihnen sogar das Geld in bar geben konnte und sie haben es dann für mich bezahlt. Ziemlich cooler service!
Leider habe ich anscheinend kein einziges Foto im Hostel gemacht, außer das eine Mal als ich mir Abends einen Burger geleistet habe, aber der war gut!



Das "Land"
Wenn ich die vergangenen drei Städte einer Rangliste zuordnen müsste, so wäre Hongkong definitiv auf Platz 1, Peking auf Platz 2 und Shanghai auf Platz 3.
Hongkong hat seinen Weg zwischen alt und neu beriets gefunden. Es gibt die ruhigereren traditionellen Ecken und trotzdem ist die Stadt nie sehr weit weg.
Shanghai ist auf dem Weg, ein Hongkong zu werden, aber ihm fehlt noch einiges der Touristenfreundlichkeit die man in Hongkong überall findet.
Außerdem ist es wesentlich weniger grün, aber dafür um einiges mehr bunt und leuchtend und selbst wer nichts von Architektur versteht, wie ich, ist fasziniert von den retrofuturistischen Bauten ( ;) ).
Peking ist die Stadt, die sich wohl das Meiste ihrer  Geschichte erhalten hat und damit mit ihren Tempel und Parkanlagen auch noch viel grün in mitten der Großstadt.
Der gesammte innere Ring besteht in vielen Fällen noch aus traditionellen chinesischen Häusern, den Houtons und erhalten damit den speziellen Flair der Stadt.
Aber auch Peking verändert sich rasant und wird immer moderner.
Meine Freundin erzählte mir, dass bei ihrem ersten Besuch vor fünf Jahren in Peking, gab es lediglich zwei U-Bahn-Linien, heute sind es 15!
"Die Partei" ist in beiden Städten überall präsent, sei es auf sämtlichen Geldscheinen oder an jeden Touristenshop an dem man irgendwas mit Maos Gesicht drauf kaufen kann.
In Peking kann man außerdem seine ausgestellte Mumie besichtigen, was ich aus stillem Protest, jedoch verweigert habe.
Ich habe das Land mit gemischten Gefühlen verlassen. Einerseits fand ich es sehr interessant und ich würde gerne einmal wieder kommen (und vllt. doch noch die verbotene Stadt sehen) andererseits habe ich bei soetwas immer ein mieses Gefühl in der Magengegend, dass mir so gar nicht gefallen will...

Mittwoch, 25. März 2015

SH Tag 1: Pudong hasst mich

Irgendwie begann alles bereits vor einigen Tagen, als ich auf dem Weg von Osaka nach Hongkong nicht wie geplant am Hongqiao Flughafen in Shanghai (SHA) umstieg sondern in Pudong. Und prompt hatte mein Flug Verspätung...
Das Selbe wiederholte sich dann gestern, als ich eigentlich über den SHA nach Shanghai fliegen sollte, mein Flug dann allerdings doch nach Pudong flog... und Karma... der Flug hatte mal wieder Verspätung. Dann verlor ich zwischenzeitlich auf dem Flughafengelände auch noch meinen Pass und meine Nerven und bis ich schlussendlich im Fllieger saß, war ich einfach nur noch kaputt.
In Shanghai selbst lief der erste Abend eigentlich ganz ok. Ich bin mit der Metro in die Innenstadt gefahren und von dort aus habe ich mir das Taxi zur Herberge einfach mal gegönnt (2€). Ich hatte wirklich wirklich wirklich keine Lust, schon wieder mit den Koffern in der Gegend rum zu irren.
Der Taxifahrer hatte allerdings keine Ahnung wo ich hin wollte und hat mit mir und 5 anderen Passanten erst mal 10min lang rum diskutiert wo das wohl sein könnte.
Ihr kennt das, wenn in Deutschland einige Menschen mit Ausländern immer lauter sprechen, wenn diese sie nicht verstehen? Mein Taxifahrer war genau so.
Um so mehr ich ihn verwirrt ansah, wenn er mir was auf chinesisch sagte, um so lauter wurde er. Irgendwann wollte ich nur noch zurück schreien: "Ich spreche kein Chinesisch, ICH BIN NICHT TAUB!".
Aber putzig war er trotzdem~
Den ersten Abend habe ich dann Standartmäßig damit verbracht die nähere Umgebung zu erkunden und mir an irgendeinem Straßenstand was zu Essen zu kaufen.


Der heutige Tag begann eigentlich auch ganz gut. Ich bin irgendwann aufgewacht, habe meine Reiseführer konsultiert und mich dann für eine Route für den Tag entschieden.

Als erstes ging es zum Bund, dem vorzeige Hafen der europäischen Besatzungsmächte in Shanghai.
Der Bund ist ein komischer Ort. Einfach weil so viele verschiedene Kulturen und Epochen auf einem Punkt versammelt sind.
Wenn man mit der Fährstation im Rücken steht und nach links sieht, sieht man die alte Häuserfront der Europäer, die so auch in jeder anderen Großstadt Zuhause vorkommen könnten. Mich persönlich hat es sehr an Budapest erinnert. Es gibt sogar einen Glockenturm, den Big Ching, der an den Big Ben in London erinnern soll.


Sieht man nun gerade aus, sieht man am Ende der Prommenade das rießige eckige weiße Mao-Denkmal, das groß (und hässlich) dort am Ufer steht.


Und wiederum weiter nach rechts, weg von Mao und den Europäern, sieht man über dem Fluss hinweg, die Skyline von Pudong.


Um meinen Reiseführer zu zitieren:
"Die Skyline von Pudong ist das Symbol für das neue China. Der Stil: Retrofuturismus. Sie sieht aus, wie wir uns die Zukunft vorgestellt haben, als wir noch an sie glaubten."
Retrofuturismus, mein neues Lieblingswort. :D

Nach dem Bund ging es die Nanjing Road hinunter eine große touristische Shoppingstraße mit vielen Lichtern und Geschäften die wir auch alle von Zuhause kennen. H&M, Uniqlo und ganz vielen anderen Mist. Aber immer mal wieder gibt es ein paar Seitenstraßen, die sehr interessant aussehen und in denen fast ausschließlich Chinesen verschwinden.
Ratet wo ich mein Mittagessen gefunden habe ;)


Es ist natürlich nicht alles schlecht auf der Nanjing Road. Es gab zum Beispiel auch einen M&M World-Shop und ausländische Marken wie Sephora, die ich so nicht in Berlin finden kann.


Und es gibt kleine mini Busse, die die Straße für 5 Yuan (80cent) pro Strecke rauf und runter fahren.


Pünktlich nach Sonnenuntergang war ich dann wieder zurück am Bund um mir die Nächtliche Skyline an zu sehen. Wirklich wirklich wirklich sehenswert!


Und dann kam das was ich warscheinnlich besser hätte bleiben lassen sollen. Ich bin mit der Fähre rüber nach Pudong gefahren...
Die Aussicht von diesen rießigen Gebäuden soll angeblich unglaublich sein und die meisten haben Observationdesks oder was noch viel besser und lustigerweise billiger ist: Bars.
Für den selben Preis den man als Eintritt für einige der Aussichtsplatformen zahlt, kann man in anderen Bars, die genau so hoch sind gemütlich zwei Cocktails trinken.
Versteht mich nicht falsch, der Plan ging auf. Die Bar war toll, die Aussicht fantastisch und der Drink war ebenfalls wirklich wirklich gut.


Das einzige was die Aktion so deprimierend gemacht hat, war die Tatsache, dass ich, während ich gemütlich meinen Cocktail trank, festgestellt habe, dass mein Handy weg ist.
Nachdem ich ausgetrunken hatte, hab ich mich also gleich auf den Weg gemacht und bin meine gesammte Laufstrecke auf Pudong noch einmal rückwärts gelaufen, in der Hoffung es liegt irgendwo im Gebüsch. Wie ihr eventuell meiner aktuellen Laune entnehmt, nein... lag es nicht. Das ganze hin und her irren und Menschen fragen, hat mich allerdings so viel Zeit gekostet, dass zu dem Zeitpunkt als ich mich endlich wieder auf den Weg auf die andere Seite machen wollte, ich feststellen durfte, dass die Metro in Shanghai um 23Uhr aufhört zu fahren.
Also Bus. Aber welchen? Und wo wohne ich überhaupt? Die Adresse ist in meinem Handy...
ich wusste noch das ich in der Nähe des People's Square wohne, einem sehr großen Platz und eine Haltestelle von DREI U-Bahn Linien. Keiner jedoch der FÜNF Busfahrer die ich gefragt hatte, wussten wo das ist... Bzw. kannten den englischen Namen...
Also Taxi. Und wieder das gleiche Spiel. Die ersten zwei, haben einfach rundheraus nein gesagt, der dritte hat sich zumindest meine Karte angesehen und dann entschieden, dass er mich mit nimmt.
Im Taxi hatte ich Glück im Unglück. Der Taxifahrer fuhr auf dem Weg zum People's Square fast direkt an meinem Hostel vorbei und dank meinem umher gelaufe am Abend zuvor, habe ich die Nachbarschaft wiedererkannt. YAY!
Er war ein bisschen verwirrt, warum ich auf einmal so plötzlich raus wollte, aber hey! Damit kann ich leben.
Und nun sitze ich Aufenthaltsraum meines Hostels und habe gerade meinen Eltern eine Mail geschrieben um sie davon in Kenntnis zu setzen, dass sie mich nur noch über E-Mails erreichen können, denn irgendwie funktionieren sämtliche Proxyprogramme die ich mir für den Laptop besorgt hatte, in diesem Land nicht...
Morgen darf ich dann mit der Polizei telefonieren, in der Hoffnung, dass es doch irgendwie irgendwo noch auftaucht, aber große Hoffnungen habe ich nicht wirklich...
Die nette Frau vom Hostel hat auch nur mitleidig mit dem Kopf geschüttelt...

Montag, 23. März 2015

Hongkong ein Fazit

Die Stadt:
Ich mag Hongkong.
Es ist erstaunlich sauber für eine (asiatische) Großstadt. Oder zumindest im Vergleich mit meinen Erfahrungen in Thailand und Kambotscha. Ich bin außerdem auch nicht der Meinung das es zu viele Menschen sind. Aber das kann schlicht und einfach auch daran liegen, dass ich kein Problem mit Menschenmassen habe.
Der Kontrast zwischen alt und neu, ist, finde ich zumindest, gar nicht mal so markant, viel krasser finde ich den Übergang von Stahl und Beton zu grünen Fächen und der Natur. Überall zwischendurch findet man Bäume und Parks und wenn man ein bisschen weiter raus fährt, gibt es sogar ganze Naturparks und Inseln wie Cheung Chau, auf denen Auto fahren (bis auf Polizei und Feuerwehr) komplett verboten ist.
Es ist faszinierend wie grün eine Milionenmetropole sein kann und ich finde, einige andere Städte, sollten sich daran ruhig ein Beispiel nehmen!


Die Menschen sind nett, wenn auch mit einer natürlichen Skepsis Fremden gegenüber, aber nicht auf eine schlechte Art und Weise. Ich weiß nicht wie ich das genau beschreiben soll.
Es gibt überall in der Stadt gratis WiFi von unterschiedlichen Anbietern. Einige für unbegrenzte Zeit, andere nur für 20 oder 30min am Tag. Was ich jetzt allerdings nicht so schlimm finde, da man sich als Tourist immer fort bewegt und beim nächsten Rastplatz gibt es schon wieder ein neues WiFi. An den großen Touristen Punkten, gibt es sogar das offizielle gratis W-Lan der Regierung!
Ich sag doch, alles in Allem sehr Touristenfreundlich die Stadt.
In der U-Bahn gibt es an jeder Station Karten, die einem Zeigen wo man ist und an welchen Ausgängen man welche Touristenatraktionen finden kann.
Sehr nützlich und etwas, was sich Berlin ruhig auch mal anschaffen könnte!
Genauso wie das systematische Durchnummerieren der Ausgänge. Nicht nur für Touristen ist es einfacher sich zu merken Ausgang "N4" zu benutzen.
Das einzige was ich Hongkong nicht verzeihen kann, sind seine Berge. Aber ich mag Kowloon eh viel mehr als Central.
Ich habe schon damals in Budapest gelernt, dass es nichts bringt im Stadtteil mit der schönen Skyline zu wohnen, da man sie dann niemals selber zu Gesicht bekommt. Da wohne ich lieber in Kowloon (oder Pest), habe den Ausblick auf den schönen Stadtteil, wohne dann aber dort, wo auch andere "normale" Menschen wohnen und man es sich auch leisten kann was zu unternehmen.
Das einzige was einem relativ schnell auf die Nerven geht in Kowloon sind die Inder und Afrikaner die einem versuchen alles Mögliche zu verkaufen. Seien es nun gefälschte Handtaschen oder Gras oder Hotelzimmer. Das einzig gute war, dass sie nach drei Tagen so langsam wussten, dass ich kein Interesse daran hatte ihnen irgendetwas ab zu kaufen und si emich somit immer mehr in Ruhe liesen. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und ich wurde lediglich besser darin sie zu ignorieren.

Mein Hostel:

 
Was soll man sagen, zu einem Block mit mehreren kleinen Mieteinheiten, die allesamt von unterschiedlichen Hostelunternehmen aufgekauft wurden?


Es war... interessant?
Nein ehrlich. Gegen die Zimmer ist absolut nichts ein zu werfen. Sie sind klein, aber das wusste ich vorher. Ich hatte mein eigenes Bad und es war sogar sauber! Kein sichtbarer Schimmel, keine komischen flecken auf den Bettlacken und vor allem: keine Tiere!
Von meinem Minifenster, dass auf die nächste Häuserwand zeigt, hatte ich bereits vorher berichtet und ich muss sagen, auf die Dauer vermisst man das Tageslicht schon.

                                          (Blick aus dem Fenster nach oben)

Vorallem wenn es darum geht morgens auf zu stehen. Aber für ein paar Nächte ist es vollkommen in Ordnung. Mehr Probleme hatte ich, als ich die ersten paar Kleidungsstücke waschen wollte. Aber auch dass lies sich dadurch regeln, dass ich ihr einfach längere Zeit zum trocknen eingeräumt habe. Irgendwie geht alles!
Das einzige was mich wirklich gestört hat, war, dass es 1. mehr gekostet hat als im Internet ausgeschrieben... aber was will man machen wenn man nach Mitternacht in einer fremden Stadt vor einem Rezeotionisten steht der Geld verlangt? Man zahlt es... Sauer war ich trotzdem...
2. Dazu wollte er auch noch eine Deposit haben, von der vorher nicht die Rede war... Ich habe das Geld zwar ohne Probleme zurück bekommen, aber ich hatte Glück dass er für die Deposit auch andere Währungen akzeptiert, denn sonst hätte ich nicht genug Hongkong Dollar im Gepäck gehabt.
3. hat mich am meisten gestört... das Internet... Auch hier hatte er noch mal extra Geld von mir haben wollen, dafür das ich in meinem Zimmer Zugang zum Internet habe, aber das war schlicht und einfach nicht drin. Also habe ich jeden Abend, zusammen mit ein paar anderen Bewohnern des Hostels vor der Rezeption kampiert und ihr dortiges gratis Internet zu benutzen. Saßen wir halt im Weg herum, ist mir doch egal! :P

HK Tag 4: Eine Fährfahrt die ist lustig, eine Fährfahrt die ist schön

Heute drehte sich alles darum, meinem geliebten Großstadtjungel zu entfliehen auf eine kleine einsame abgelegene Insel.
Naja, so einsam war sie nicht. Aber abgelegen und klein!
Cheung Chau hieß diese kleine Insel des Glücks und gehört offiziell noch zu Hongkong.
Aber fangen wir am Anfang an, heute Mittag habe ich eine ehemalige Austauschschülerin und Freundin meines kleinen Bruders getroffen, Chichi.
Sie lebt zwar in China, arbeitet wie viele aus den Grenzgebieten aber in Hongkong.
Chichi hatte vorgeschlagen nach Cheung Chau zu fahren, weil es dort ihre Lieblings Fishballs gibt und das beschreibt im Grunde genommen unseren gesammten Tag ziemlich treffend.
Da der Tag weder Geschichtliche noch sonstliche Höhepunkte hatte, aber trotzdem hier Erwähnung finden soll, hier der Tag zusammen gefasst in Essen:

Als erstes FISHBALLS

als nächstes getrockneter Fisch, den haben wir zwar nicht gegessen, aber es gab ihn trotzdem überall~

Gebäck gefüllt mit rote Bohnenpaste, leider ohne Arale dazu.

Crashed Ice mit Melonen und Blaubeersirup

Die Innereien einer Kuh

fritiertes Eis

Seafood Menü mit Fish und Garnelen

Und dazu ein kühles erfrischendes Bier! Das ist übrigens Chichi ;)


Mein Schädel brummt und in 3h muss ich das Hostel verlassen um zum Flughafen zu fahren.
Die Down-Seiten vom Reisen...
Außerdem bin ich ab morgen dann vorerst in China und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich gute funktionierende Wege gefunden habe, die dortige Internetsperre zu umgehen...
Im Worst-Case-Szenario, hören wir uns am 1.4. wieder, wenn ich in Japan angekommen bin.
Drückt mir die Daumen!

Sonntag, 22. März 2015

HK Tag 3: Blumen, Vögel, Fische und Unterhosen

Hongkongs Bezirk Mongkonk ist berühmt für seine Märkte.
Ja, Märkte, Mehrzahl.
Und ich habe sie heute alle gesehen!

Als ersten ist dort der Blumenmarkt.
Eine Straße (inoffiziell auch noch die Parallele dazu) in der sich ein Blumenverkäufer an den nächsten reiht.
Blumen
über Blumen


über Blumen


über Blumen



Der einzige Nachteil? Ich verlasse Hongkong am Montag wieder, was soll ich denn mit Blumen? Aber hübsch sind sie.
Am Ende der Blumenstraße wartet der Vogelmarkt.


Laut meinen Insiderinformationen (Reiseführer *hust*), kaufen sich immer mehr Chinesen aus Platzmangel keine Hunde oder Katzen, sondern kleine Singvögel. Und damit diese kleinen Tiere nicht so einsam sind, gehen viele mit ihren Vögeln am Wochenenden in den Park um sie mit anderen singen zu lassen. Also ich find das total putzig.
Da waren unter anderem 5 ältere Männer, die alle ihre Vögel dabei hatten und diese zusammen auf eine Mauer stellten. Und während die Vögel "sozialisieren" konnten. haben die Männer ihre Zigarretten geraucht und klatsch und tratsch ausgetauscht.


Aber es würde ja nicht Vogelmarkt heißen, wenn da nur alte Männer mit ihren eigenen Vögeln sitzen würden. Man konnte auch alles Kaufen was das Vogelherz begehrt.
Ich bin ja eigentlich kein Vogel Fan. Ich hab keinen. Ich will keinen.
Aber die kleinen runden Holzkäfige, die dort verkauft werden, finde ich ja schon ziemlich süß und sie kosten auch nur 10€!
Allerdings gehe ich stark davon aus, dass er die Reise nicht überleben würde... deswegen habe ich ihn lieber da gelassen. Nachtrauern tue ich ihm trotzdem.



 Aber es gab auch große Vögel, wunderschöne große Vögel.


Nach den Vögeln ging es direkt weiter zu den Fischen. Hauptsächlich Goldfische um genau zu sein.
 
Und dazwischen ein paar Geschäfte die auch Hundewelpen und Kitten anboten.

Ich sag euch, dieser Tag war eine einzige Probe für mich. Ich hätte so gerne einen von diesen knuffigen Welpen mit nach Hause genommen...
Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass in Hongkong nichts gut ist, solange es nicht im dutzend auftritt.
Zur Bestätigung, habe ich auf dem Weg zum nächsten Markt ein Kaufhaus gefunden, in dem NUR Handys verkauft wurden. Nagut, nicht nur, ein paar Kameras waren auch dabei und im obersten Stockwerk gnaz hinten, gab es einen Shop mit Dildos, vor dem nur ältere Herren rumlungerten...
Aber ansonsten Handys wohin das Auge blickt. Groß, klein, dick, dünn, teuer, billig, bekannte und unbekannte Marken. Ich habe sogar einen Laden gefunden, der noch eine Auswahl an Handyhüllen für mein altes Teil hatte!


Ich bin schockiert!
Und hab eine neue Hülle ;)
Es gab auch einen Haufen kleiner Reparaturläden, die dir vor Ort in kürzester Zeit das Display austauschen. Für diejenigen von uns, denen er  mal wieder kaputt gegangen ist~

Der Lady's Markt, war dann endlich ein Markt bei dem ich auch Dinge einkaufen konnte ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Naja, abgesehen davon, dass mein Budget für Hongkong eigentlich so langsam aufgebraucht ist. Aber ich hab ein paar Mitbringsel gefunden! Und die ein oder andere Kleinigkeit für mich, ist auch abgefallen ;)
Was ich sehr lustig fand, waren die Menschen auf der Straße.
An den unteren Ausläufen des Lady's Markt, gab es alle paar Meter einen neuen Sänger, der sein Können zum besten geben wollte.
Allerdings war irgendwie keine überragend gut, dafür JEDER auf seine Art und Weise schräg.
Mein Absoluter Liebling?




Dieser nette Herr mit seinem Glitzerhut.
Das besondere: er sang nicht mal, er ist nur zu Lady Gaga tanzend auf und ab gesprungen. Aber selbst er hatte Fans! Komisch diese Hongkonger.

Samstag, 21. März 2015

HK Tag 2: Central und andere offensichtliche Namen

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von Bergen...
Erst ging es einen Berg rauf, dann ging es einen Berg runter, dann ging es wieder einen Berg hoch und zum Abschluss, weil es so schön war, ging es den Berg wieder runter.
Meine Knie halten mich nun für komplett übergeschnappt und sind in den Generalstreik übergegangen.
Was kann ich denn dafür das mir jeder sagt, ich MUSS mir diese Dinge ansehen?
Ich hab mir das doch auch nicht ausgesucht...
Abgesehen von dem neuem Streik verlief der Tag aber soweit ganz gut.
Zuerst ging es mit der Fähre rüber nach "Central", dann mit der Tram hoch auf den "Peak" (ich sag doch... offensichtlich...),  dann zurück den Berg hinunter.


Weil es oben aber viel schöner war und der "Midlevel Escalator" eine eigene Atraktion, ging es damit auf der anderen Seite wieder hinauf.
Für diejenigen die ihn nicht kennen, der Midlevel Escalator besteht aus mehreren aneinander gereihten Rolltreppen, die den Bezirk Central mit dem sogenannten Midlevel verbindet. Midlevel liegt übrigens, wer hätte es gedacht, ungefährt auf der Hälfte der Höhe des Berges. Captain Oblious lässt grüßen... Oder die Britten, wer auch immer euch davon lieber ist.


Da ich nun allerdings wieder auf einem Berg drauf war und der Midlevel Escalator nur von 0-10Uhr abwärts fährt, durfte ich nun, die ganzen schönen Treppen wieder abwärts steigen.

 Wer das noch nicht von mir weiß... ich mag keine Treppen... oder meine Knie mögen keine Treppen... an diesem Punkt sind wir uns einig.


Wie ihr euch vorstellen könnt, hat das alles ein ganzes Weilchen gedauert.
"Macht ja nichts" dachte ich mir, "ich hab ja eh nur noch einen Punkt auf meiner Tagesordnung."
Den Man Mo Tempel.
Dumm nur, dass mein netter Reiseführer mir nicht erzählt hat, dass besagter Tempel bereits um 6 Uhr schließt...
So stand ich, sogar pünktlich um 6, vor dem Tempel, nur um zusehen zu müssen, wie sie mir die Türen vor der Nase zu schmeißen.
Wenigstens war er von außen hübsch.


Und meine beiden Freunde hier in Hongkong, haben mir versichert, dass ich auf meiner weiteren Reise noch einige hübschere Tempel zu Gesicht bekommen werde, also bin ich jetzt einfach mal nicht traurig.
Mal abgesehen davon, dass mich keine zehn Pferde morgen noch einmal zu diesem Tempel hoch bekommen würden!
Ach ja! Meine beiden Freunde hier in Hongkong habe ich heute auch endlich treffen können!
Ich kenne Hannah und Becca seit meinem Aufenthalt in Nepal, wo wir im selben Waisenhaus gearbeitet haben.
( alles nachzulesen hier: Watch out for those cows )
Sie kommen beide auch England, arbeiten allerdings seit nun mehr als 4 Jahren in Hongkong als Englischlehrer und lieben die Stadt über alles.


Heute haben sie mir überraschend erzählt, dass sie die Stadt im Sommer warscheinlich für immer verlassen werden, um woanders hin weiter zu ziehen. Irgendwie ein bisschen traurig, aber andererseits auch sehr aufregend zu beobachten! Wer weiß wo sie als nächsten hinziehen werden~
Zum Abschied habe ich von beiden ein Bild zusammen mit Moomin gemacht, wie auch damals schon in Nepal.
Hier beide Bilder zum Vergleich: 

(Nepal 2012)


(Hongkong 2015)

Freitag, 20. März 2015

HK Tag 1: Shopping und Stars und Knie die nicht wollen

Große Klappe und nichts dahinter...
Also das mit dem spät schlafen gehen hab ich geschafft, allerdings bin ich danach ebenso spät wieder aufgestanden...
Woher soll ich denn wissen, dass durch dieses Mini-Fenster in meinem Zimmer gar kein Licht rein kommen kann, weil das nächste Haus viel zu nah dran ist?
Und seht es mal so: Zum ersten Mal seit einer Woche habe ich nicht jedes Mal wenn ich 5min Ruhe habe das Bedürfnis ein zu schlafen. Das muss doch auch was wert sein.
Abgesehen davon, haben meine Knie die letzte Woche leider nicht ganz so gut überstanden, wie ich es gerne gehabt hätte und somit wird dieser Trip wohl etwas ruhiger ablaufen als üblich...
Danke an das Me-from-the-past, dass sich damals schon gedacht hat: "Ein paar mehr Tage werden wohl nicht schaden".
Mal abgesehen von dem absolut miesen Start heute morgen (oder eher Mittag), verlief der Rest des Tages eigentlich ganz gut.
Ich hab in Kowloon Park gefrühstückt und mir die Avenue of Comic Stars angesehen (YAY!).





 Und bin dann einfach willkürlich kreuz und quer durch das Viertel gelaufen. Ich liebe es so meine ersten Tage in neuen Städten zu verbringen, nach dem Motto "Oh! Das sieht nett aus, da gehen ich lang!". Ich habe zwar auch meistens einen Stadtplan in der Tasche, so für den Notfall, aber ich sehe wirklich selten drauf. Es ist auch ein gutes Training für den Orientierungssinn. Und man bekommt ein gutes Gefühl für die Proportionen einer Stadt.
Ich habe so heute einige total süße Läden gefunden und Wechselstuben in Seitengassen, die wesentlich bessere Kurse anboten.
Mal abgesehen von diesem leckeren Kuchen ♥
Irgendwie bin ich dann auch gegen 7 am Wasser gewesen und da ich wusste, dass dort
1. Die (richtige) "Avenue of Stars" ist
und
2. Um 20Uhr die Lichtershow "Symphony of lights" stattfindet,
bin ich gleich mal in der Gegend geblieben ;)
Die Avenue of Stars war wie zu erwarten nicht ganz soooo interessant. Viele Handabdrücke von vielen Menschen, die mir absolut rein gar nichts sagten... Aber ein oder zwei hab ich dann doch wieder erkannt~
Und wenigstens gabs auch noch ein paar coole Statuen.

  (erkennt ihr das Schwein wieder? ;) )

  (Berliner Bär!)


Die Symphonie of Lights ist, wie mir bereits vorher berichtet wurde, seeeeeehr kitschig. Wirklich seeeeehr kitschig. Aber trotzdem sehenswert!
Der Anblick von Central Hongkong ist so schon sehenswert und wenn die Lichter dann auch noch im Tackt zur Musik blincken, dann hat man mich definitiv auf seiner Seite :D




Da ich danach noch immer so viel Energie hatte (kein Wunder wenn man so lange schläft), habe ich mich freudig dafür entschieden, doch noch den Nachtmarkt suchen zu gehen.
Im Grunde genommen ist der Nachtmarkt von Hongkong nicht anders als alle anderen Nachtmärkte die ich bisher in Asien besucht hatte.
Ob nun in Kambotscha oder Thailand.


Es war trotzdem schön, durch die Stände zu schländern und ein paar sinnlose Dinge ein zu kaufen. Naja, ein paar erste Mitbringsel und  ein paar von diesen "muss ich sowieso einkaufen!"-Dingen waren auch dabei ;)

Zum Abschluss gabs dann noch eine Art etwas größere Dumplings.
Sau lecker die Teile UND billig.
Mein neues Motto: Für mehr Streetfood!