Dienstag, 14. April 2015

Catcafe - süß oder beängstigend?

Viele von euch haben sicherlich schon von ihnen gehört oder waren in einem der unzähligen Ableger davon in Europa.
Budapest hat ein ganz süßes, relativ großes in der Nähe der Bassilika, Berlin hat ein kleines, mit ich glaube lediglich zwei Katzen und in Beijing habe ich auch so einige gesehen.
(Ist euch mal mein Hang zu Städten mit "B" aufgefallen? Nur so am Rand...)
Nun, sie alle haben dem Original gegenüber einen großen Vorteil, ihre Katzen sind echt.
Versteht mich nicht falsch, die Katzen in dem Catcafe waren auch "echt", in dem Sinne, dass sie geatmet haben und am Leben waren, aber alles andere...
Sie hatten überhaupt keinen Spiel- oder Jagdtrieb mehr. Glaubt mir, ich hab es versucht...


Ob es ihnen schlicht und ergreifend ausgetrieben wurde oder ob sie, wie ich glaube, einfach alle auf irgendeiner Droge sind, kann ich so nicht sagen. Aber als Katzenbesitzerin tat mir dieser Anblick in der Seele weh.
Der einzige Moment wo wenigens ein paar von ihnen lebendig gewirkt haben, war als ich ihnen ein paar Leckerlies gab.
Allerdings war auch das eher Zombiehaft. Sie rochen das Essen, kamen zu mir und blieben vor mir stehen.


 
Wenn ich es doch jemand anderen gegeben habe: Okay...
Wenn sie es bekommen haben: (ein bisschen fröhlichereres) Okay.
Kommt schon, selbst wenn ihr keine Katzenbesitzer seit, wisst ihr das dies kein natürliches Verhalten ist.

Wenn sie sich nicht gerade nicht um Essen gestritten haben, haben sie etweder Dinge angestarrt, sind spazieren gegangen (keine Sorge, dass waren nicht viele) oder haben irgendwo geschlafen.
Wenn du sie vorher gefüttert hast, sind sie vorzugsweise direkt auf dir drauf eingeschlafen.
Nach meiner Leckerlieaktion lagen drei Katzen auf meinem Schoß.

                          (das Bild entstand ein bisschen später da war die weiße schon weiter gerobbt)

Allerdings kann auch das gruselig sein.
Ein Japaner neben mir hatte eine Decke auf dem Schoß und auf dieser Decke lag ein roter Kater und schlief.
Als der Japaner nun aufstehen wollte um auf Klo zu gehen, hat er den Kater ganz einfach in die Decke eingepackt und das gesammte Bündel von seinem Schoß herunter auf den Boden gestellt.
Absolut keine Reaktion des Katers.
Und ja, er atmete noch, ich hab nachgesehen.
Nach ca. 5min hatt sich der Kater immer noch nicht geührt und der Japaner war wieder zurück.
Nun passierte das selbe umgekehrt. Er nahm das Bündel wieder auf den Schoß und wickelte es aus. Am Ende sah  alles aus wie vorher und der Kater hatte noch nicht mal den Kopf gehoben.

(in dem türkisen Bundel im Hintergrund liegt der Kater... irgendwo hab ich ein Video davon aber ich finde es nicht)


Das beängstigende: die Japaner fanden das putzig.
Ich weiß nicht ob in diesem Land einfach keiner mehr weiß wie eine Katze reagieren sollte oder ob es sie schlechtweg nicht interessiert.
Egal welches von beiden es ist, es erklärt warum diese Cafés trotz alle dem, sich immer noch so hoher Beliebtheit erfreuen.


Logisch erklärt das übrigens auch, warum es die Japaner schaffen eine so hohe Katzenquote in ihren Cafés unter zu bringen. Vorallem im Vergleich zu denen in Europa.
Ich glaube nicht, dass es sonst jemand schaffen würde über 20 Katzen in einer Dreizimmerwohnung unter zu bringen.

Sonntag, 12. April 2015

Himeji - The Kimono incident

oder F**K OFF! Ich schick doch ein Päckchen!

Wie einige von euch vielleicht wissen, ist eins der Dinge über die ich mich bei dieser Reise wirklich gefreut habe, die zwei Koffer Freigepäck. Das und das ich diesmal generell mehr Budget haben werde als vor fünf Jahren und deswegen mehr einkaufen / reisen kann.
Das und die zwei Koffer und ich war sicher, dass ich mir diesmal kein Päckchen schicken muss.
Wie sagt man so schön? Da habe ich die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht.
Oder die Wirtin... oder schlicht, mich selbst...
Oh und ohne China...

Aber zurück zum Thema. Himeji.
Am Wochenende habe ich mit meinen beiden Österreicherinnen einen Ausflug nach Himeji gemacht. Himeji ist eine kleine Stadt in der nähe von Osaka (ca. eine Stunde von Umeda entfernt) und besonders berühmt für sein Schloss. Laut Reiseführer und einigen Japanern die ich so kenne, angeblich das schönste Schloss Japans. Noch dazu wurde es gerade renoviert und ist erst seit März wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Außerdem gibt es in Himeji auch noch die Filmstädte, wo sie unter anderem The last samurai gedreht haben, aber da die etwas außerhalb liegt und wir es zeitlich nicht hin geschafft haben, sei das nur am Rande erwähnt.

Allerdings muss ich sagen, rückblickend betrachtet, hätte ich lieber die Filmstädte als das Schloss gesehen.
Naja von außen schon, aber das wir zwei Stunden (!!) angestanden haben


nur um rein zu kommen und uns drinnen dann mit den selben Pappnasen weiter durch zu drängeln, das hätten wir uns sparen können.

 
Besonders weil (spoiler!), das scheiß Ding LEER ist!
Komplett, absolut leer...
Ich mein, ja, ich weiß, in Japan gab es früher nicht wirklich Möbel, aber man hätte doch wenigstens die Möbel die es gab, aufbauen können. Und wenn es requisiten sind.
Oder eine kleine Ausstellung, wer wie wann warum dort geherrscht hat. Oder von mir aus eine über die Renovierung des Schlosses, auf die sie ja so stolz sind.
Aber einfach nur sieben Stockwerke lang ein leeres Gebäude vor zu zeigen und dafür auch noch Eintritt zu verlangen, ist echt hart.
Es gibt am Eingang zwar ein kleines Pamphlet in dem einige Informationen stehen, aber irgendwie ist das auch nicht genug...
Zum Beispiel steht da drin, das die einzigen zwei Toiletten der ganzen Anlage im Hauptgebäude sind, es allerdings keinerlei anzeichen gibt das diese jeh benutzen wurden.
Was sie statt dessen benutzt haben?
Keine Ahnung, die Antwort stand nicht im Pamphlet.
Warum ich euch davon jetzt kein Foto zeige?
Nun, liebe Freunde, weil dies natürlich einer der Räume war die man nicht besichtigen konnte.
Es wäre ja auch eine Schande gewesen, wenn ich auf diesem Rundgang etwas anderes gesehen hätte, als hübsche leere Räume.
Wobei, lasst uns nicht übertreiben, etwas anderes gab es zu sehen.
Vor, ich glaube ca. 100 Jahren (oder mehr, ich bin zu faul nach zu lesen), wurde einer der Schreine von außen in das oberste Stockwerk verlegt.
Du wirst also, sieben Stockwerke lang, die Treppen immer weiter nach oben gescheucht, nur um, oben angekommen, einen winzigen Schrein zu sehen, der nicht größer war als unser Esszimmertisch. Und wegen der Menschenmassen hatte man genau zwei Sekunden um Geld rein zu werfen, kurz zu klatschen und dann den Weg nach unten wieder an zu treten.


uiiiii toll...
Um fair zu bleiben, das Gebäude ist hübsch. Es ist schnee weiß, mit schwarzen Umrandungen und alles in allem sieht es aus wie gemalt.


Aber den Eintritt hätten wir uns wirklich schenken können.
So, warum also war der Trip trotzdem ein so großer Erfolg, obwohl die Hauptatraktion so ein großer Reinfall war?
Der Grund dafür, lag vor dem Schloss. Auf einem Platz auf dem ein Flohmarkt stattfand.
Lasst mich euch unseren Fehler in einem kleinem Dialog näher bringen:

Melli: "Die Kisten auf dem Boden dort sehen interessant aus, was da wohl drinne ist?"
Ich: "Lass uns doch nachsehen, Zeit haben wir."
Melli: "Oh! Kimonos! Wie viel die wohl kosten?"
Ich: "Lass uns doch nachfragen, fragen kostet nichts und dann wissen wir es."

Ich zur Verkäuferin: "Entschuldigung, wieviel kosten diese Kimonos?"
Verkäuferin: "Oh diese dort? Die sind leider ein bisschen teuer..."
allgemein deprimierende Gesichter
"... aber ich habe noch diese hier, die kosten nur 100 Yen!"
And we were DOOMED!



Für die jenigen von euch die es nicht wissen, 100 Yen sind ca. 80 cent...
Ich wiederhole, 80 cent!
Kommentar meiner Mutter: "Also hast du jetzt einen Kimono." (Feststellung, keine Frage)
Meine Antwort: "Einen oder zwei oder drei, wo ist da der Unterschied?"


Und das bringt uns zurück zum Anfang, in dem ich erklärt habe: Ich glaube ich muss jetzt doch ein Päckchen nach Hause schicken.
Yaaaaaaaay....
Naja, noch ist es noch nicht ganz so weit. Wer weiß? Vielleicht kauf ich auch einfach ab jetzt nichts mehr ein. *fängt manisch an zu kichern* Ja genau, dass ist der Plan! *kichert immer noch*

Abgesehen davon übrigens haben wir in Himeji auch noch Katzen gestreichelt



und ein Ninja Partfait gegessen,




weil: AWESOME!

Aber das nur so am Rand ;)

Sonntag, 5. April 2015

Kirschblüten in Osaka

EDIT: Wenn man lange genug jammert haben Vermieter irgendwann Mitleid = FOTOS!!


Ich schreibe diesen Beitrag in der Hoffnung, dass ich bis ich zum Ende komme, rausgefunden habe, wie ich mein Internet dazu überreden kann, lange genug zu funktionieren, damit ich Fotos hoch laden kann.
Denn sonst kann ich euch zwar erzählen wie wunderschön alles war, aber ich bin kein Poet und ich werde dem ganzen wohl nicht so gerecht werden, wie es Fotos würden. Wobei auch diese natürlich lediglich von mir gemacht wurden und nicht von einem gutem Fotografen. Im Grunde genommen, seht ihr euch am besten einfach diesen ganzen Haufen Fotos von Kirschblüten in Japan an und ich sage euch dazu: es ist genau so!







Im Grunde genommen ist es sehr lustig, da ich mir Tage lang versucht habe ein zu reden nicht zu viel zu erwarten, da ich nicht zu deprimiert sein wollte wenn es nicht so ist wie auf den Fotos. Dazu kam auch noch, dass es in den letzten Tagen ziemlich viel geregnet hat und meine Kolleginnen mich schon gewarnt hatten, dass wenn es so weiter geht bald alle Blüten weg sein würden.

ABER! Sie haben sich tatsächlich bis zum Wochenende gehalten!
Und nachdem Samstag mein erster freier Tag war, habe ich mir meine beiden neuen Mitbewohnerinnen aus Österreich geschnappt und bin mit ihnen zusammen zum Schloss Osaka gefahren. Dem berühmtesten Ort für Kirschblüten in ganz Osaka.


Auf dem Weg dorthin haben wir uns im Convini Verpflegung gekauft, so dass wir uns im Park auf die Wiese in die Sonne setzen konnten zu einem gemütlichen Picknick.


Einfach mal sitzen, die Sonne geniesen und Menschen beobachten. Und es waren viele Menschen unterwegs.

Hier in Japan gibt es neben dem Wetterbericht auch noch eine Art Kirschblütenbericht, der dir genau sagt wann und wie und wo die ersten Blüten zu sehen sein werden und wie lange sie sich halten etc..
Es ist, wie so ziemlich alles in diesem Land, ziemlich faszinierend aber auch irgendwie verstörend.
Einer der Gründe warum die Kirschblüte hier so gehypt wird, ist ihre Kurzlebigkeit und Vergänglichkeit.
Von wegen, man soll doch mal an den Rosen am Wegesrand schnuppern und so und nicht die Welt an sich vorbei ziehen lassen. Aber was hat es noch mit dem geniesen des Augenblickes zu tun, wenn absolut alles minutiös geplant ist?
"Samstag, 13-14Uhr: die Vergänglichkeit der Kirschblüten bewundern."

Aber naja, jedem das seine.
Wir haben es auf jeden Fall genossen, sind durch den Park spaziert, haben einen Haufen Fotos gemacht und gemütlich in der Sonne ein Eis gegessen. :D

Donnerstag, 2. April 2015

Beijing, Beijing, Beijing, Fazit, Fazit, Fazit!

Die Stadt:
Ich mag Peking mehr als Shanghai. Ich kann nicht genau sagen warum. Vielleicht liegt es an meinem unterschwelligen: "Mammi!! Shanghai war gemein zu mir! T__T".
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich durch Lilla in Peking eine Führerin hatte und ich mich dadurch wesentlich weniger verlaufen habe. Wer weiß.
Ich bilde mir auch ein, dass die Menschen in Peking prinzipiell ein bisschen netter waren. Wenn es auch nur diese einfachen Dinge waren, wie: einen Schritt zur Seite zu gehen, wenn ich versuche meinen großen Koffer aus der Bahn zu hiefen.
Nicht das sie Hilfe angeboten hätten, aber zumindest musste ich nicht gegen sie ankämpfen und das ist doch schon einmal etwas, oder?
Abgesehen davon ist es interessant zu beobachten, dass Shanghai und Peking anscheinend unterschiedliche Arten von Ausländern anziehen.
Shanghai ist gerade modern für all jene die reich und berühmt sind oder es werden wollen. Wer nach Peking geht, hat meist einen anderen ansporn.
Um ein Zitat aus meiner Partynacht am Samstag an zu bringen: "Selbst die Franzosen sind cool in Peking."
Und das will was heißen ;)
Auch Peking ist nicht perfekt. Die Ausgangspläne in der U-Bahn haben sehr selten englische Beschriftungen, geschweige denn irgendwo sonst. Auch der Smog ist nichts was man unterschätzen sollte.
Seitdem sie zum Asiengipfel letztes Jahr künstlich den Smog entfernt haben, ist es zwar angeblich nicht mehr so schlimm wie früher, aber das heißt noch lange nicht, dass die Werte der Stadt sehr gesund für irgendjemanden wären.

Das Hostel:
Mein Hostel war diesmal sehr zentral gelegen. Für ca. 5,50€ die Nacht habe ich in einem gemischten Schlafsaal geschlafen. Das Gebäude des Hostels ist ein altes Houton Haus, eins der traditionellen Häuser in China, in denen früher mehrere Familien zusammen unter einem Dach gelebt haben. Dabei waren die Bereiche nicht nach Familien, sondern nach Generationen geteilt. Die Kinder schliefen in dem einem Bereich, die Eltern in dem anderen, die Großeltern wieder woanders und die Bediensteten hatten einen abgesonderten hinteren Bereich. Das coole an meinem Hostel war, dass es direkt in der Innenstadt lag und damit in 5min Laufentfernung zu verbotenen Stadt (auch wenn mir das auch nicht viel geholfen hat...). Aber auch andere Sehenswürdigkeiten waren so leicht zu erreichen. Und als es am Mittwoch unmenschlich früh auf dem Weg zum Flughafen ging, konnte ich mir ein  Taxi zum Airportexpress für 3,50€ nehmen. Mehr kann man eigentlich nicht verlangen :D
Zudem waren die Angestellten nett und haben mir sogar geholfen etwas im Internet zu bestellen. Wobei ich ihnen sogar das Geld in bar geben konnte und sie haben es dann für mich bezahlt. Ziemlich cooler service!
Leider habe ich anscheinend kein einziges Foto im Hostel gemacht, außer das eine Mal als ich mir Abends einen Burger geleistet habe, aber der war gut!



Das "Land"
Wenn ich die vergangenen drei Städte einer Rangliste zuordnen müsste, so wäre Hongkong definitiv auf Platz 1, Peking auf Platz 2 und Shanghai auf Platz 3.
Hongkong hat seinen Weg zwischen alt und neu beriets gefunden. Es gibt die ruhigereren traditionellen Ecken und trotzdem ist die Stadt nie sehr weit weg.
Shanghai ist auf dem Weg, ein Hongkong zu werden, aber ihm fehlt noch einiges der Touristenfreundlichkeit die man in Hongkong überall findet.
Außerdem ist es wesentlich weniger grün, aber dafür um einiges mehr bunt und leuchtend und selbst wer nichts von Architektur versteht, wie ich, ist fasziniert von den retrofuturistischen Bauten ( ;) ).
Peking ist die Stadt, die sich wohl das Meiste ihrer  Geschichte erhalten hat und damit mit ihren Tempel und Parkanlagen auch noch viel grün in mitten der Großstadt.
Der gesammte innere Ring besteht in vielen Fällen noch aus traditionellen chinesischen Häusern, den Houtons und erhalten damit den speziellen Flair der Stadt.
Aber auch Peking verändert sich rasant und wird immer moderner.
Meine Freundin erzählte mir, dass bei ihrem ersten Besuch vor fünf Jahren in Peking, gab es lediglich zwei U-Bahn-Linien, heute sind es 15!
"Die Partei" ist in beiden Städten überall präsent, sei es auf sämtlichen Geldscheinen oder an jeden Touristenshop an dem man irgendwas mit Maos Gesicht drauf kaufen kann.
In Peking kann man außerdem seine ausgestellte Mumie besichtigen, was ich aus stillem Protest, jedoch verweigert habe.
Ich habe das Land mit gemischten Gefühlen verlassen. Einerseits fand ich es sehr interessant und ich würde gerne einmal wieder kommen (und vllt. doch noch die verbotene Stadt sehen) andererseits habe ich bei soetwas immer ein mieses Gefühl in der Magengegend, dass mir so gar nicht gefallen will...

Mittwoch, 1. April 2015

PEK Tag 2/3&4: eine Kurzfassung

Tut mir leid für die Verspätung Leute!
Ich war die letzte Woche so müde, das ich Abends direkt über  meinem Laptop eingeschlafen bin.
Dazu noch der "Umzug" von China nach Japan und die ersten Arbeitstage und ihr könnt euch vorstellen wie fertig ich am Ende der Woche war...
Am Freitag bin ich beinahe am Arbeitsplatz eingeschlafen... Zum Glück hat es keiner gemerkt, denn das würde so gar nicht gut ankommen.
Da ich euch aber nicht die "Happy Adventures of me in Beijing" vorenthalten möchte, hier eine Grobe Zusammenfassung der Dinge die ich gesehen oder auch nicht gesehen habe (ja, die sind auch wichtig).

Der Sommerpalast:
Den Sonntag habe ich relativ entspannt auf dem Gelände des Sommerpalastes verbracht.
Ein großer See, schönes Wetter, ein Haufen Touristen und ein Berg der bezwungen werden wollte.


Was will man eigentlich mehr?
Naja, auf den Berg hätte ich verzichten können, aber die Aussicht war schön und oben habe ich meine Postkarten gekauft, also... war es das wert? Vielleicht?


Es gab auf jeden Fall auch ein paar schöne Buddah zu sehen, die waren auf jeden Fall gut.



Der Himmelstempel:


Noch eine dieser wunderschönen Parkanlagen in mitten der Stadt. Jeh nachdem ob man nur den Park betreten möchte oder auch die Tempel von nahem sehen will, zahlt man unterschiedlichen Eintritt, was dazu führt, dass viele Pekinger regelmäßig am Wochenende oder den Nachmittagen hier an zu treffen sind.
Und sie sitzen hier nicht einfach nur rum. Sie haben große Boxen und Musik dabei und tanzen in kleinen Grüppchen!
Um einen kleinen amerikanischen Jungen zu zitieren: "Mom! MOM! They're having a DANCE-OFF!"

Aber die Hauptatraktion sind eigentlich die einzelnen Tempelgebäude. Hier hat der Kaiser unter anderem früher Tiere geopfert und Zeremonien durchgeführt.
In der Mitte des größten Altares in den jeh gesehen habe, befindet sich heute außerdem der geographische Mittelpunkt von Peking.


Sidestory: in der Zeit die ich brauchte um dieses Foto zu machen und wieder hin zu gehen um Moomin auf zu heben, hatte sich bereits ein älterer Chinesischer Mann ihn geschnappt und mit ihm auf seinem Foto posiert...
Nennt mich Spielverderber, aber ich persönlich finde das eher weniger cool.
Vorallem da bei solchen Aktionen mich eh immer alle Leute anstarren und wissen, dass er mir gehört. Er hätte wenigstens fragen können, aber das ist irgendwie eine typische Geschichte für chinesische Touristen in China.
Ohne verbittert klingen zu wollen, aber kackendreist trifft es ziemlich gut.

Die chinesische Mauer oder auch THE GREAT WALL:
Ich war müde, es hat geregnet und auch sonst war die Stimmung auf dem Hinweg nicht gerade prickelnd. So richtig schön: hunger, müde, pipi, kalt...
Und auch zu beginn vor Ort war die Stimmung erst mal nicht wirklich besser, da ich feststellen durfte, dass sämtliche Angaben zu Preisen die ich hatte, nicht der Wahrheit entsprachen...
Aber nachdem ich mich dafür entschieden hatte einfach die nächste gelegene Stelle hoch zu laufen und auf alles andere zu scheißen, war es einfach nur noch, toll.
Versteht mich nicht falsch, es hat immer noch geregnet, es war neblich und die Aussicht war mies, aber um meinen kleinen Bruder zu zitieren: es war mystisch.


Durch das miese Wetter war kaum sonst einer zusammen mit mir auf diesem Mauerabschnitt und es gab Phasen, da waren es nur, ich, die Mauer und Moomin und es war toll.
Ich weiß ich wiederhole mich, aber, dass war es nun mal!
Der Abschnitt der Mauer zu der ich gefahren bin heißt Badaling. Er ist ca. 3,7km lang und umfasst 16 Wachtürme.

Es gibt sicherlich einige Menschen die dort hin fahren und die gesammte Strecke ablaufen, ich allerdings hatte mir lediglich vorgenommen bis zu einem Wachturm und zurück zu kommen.
Was viele von euch eventuell nicht wissen, die Mauer ist nicht gerade...
Sie schlängelt sich "wie ein Drache" durch die Berge und der Weg auf ihr drauf besteht abwechselnt aus einfach nur steilen Wegen und vielen, vielen Treppen.


Da wir meine Abneigung zu Treppen bereits zu genüge besprochen haben, lasst mich euch nur eins sagen... es gab Teile an denen ich so halb auf allen vieren die Treppen hoch und auf dem Po wieder hinunter gerutscht bin.


Es war anstregend, ABER ich habe es bis zu meinem Wachturm geschafft!


Und das könnt ihr mir nicht madig machen!

Btw. Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines T-Shirts mit der Aufschrift "I climed the great wall".
Noch so ein Vorteil bei schlechtem Wetter, die Verkäufer sind froh über jeden Kunden den sie kriegen können und lassen sehr leicht mit sich handeln.

Die verbotene Stadt:
Seit einigen Jahrzehnten ist die verbotene Stadt offen für Besucher, nur nicht für mich.
Ursprünglich wollte ich am Montag in die verbotene Stadt. Was ich allerdings nach über einer Stunde verwirrten hin und her laufens herrausgefunden habe? neue Öffnungszeiten... Montags ist ab jetzt immer geschlossen...
Ich habe DREI Reiseführer, das Internet, Lilla und die Leute in meinem Hostel gefragt und KEINER hat mir gesagt, dass sie Montags geschlossen ist, bzw. keiner WUSSTE es!
Lilla hat nach diesem Desaster bei sich in der Uni ihre Professoren gefragt und nicht einer von ihnen wusste etwas davon...
China... die Helden der Informationsweiterleitung.
Das Problem an dieser Stelle war außerdem das Dienstag mein letzter Tag war und ich für diesen den Trip zur Mauer eingeplant hatte und den wollte ich auf keinen Fall absagen!
also war der ultimative Plan: möglichst früh zur Mauer und danach direkt zur verbotenen Stadt in der Hoffnung eventuell noch rechtzeitig da zu sein um den aller letzten Einlass um 15:30Uhr mit zu machen...
Ich kam gerade am Ticketschalter angerannt, als sie die Jalousien runter gelassen haben...
Ein lautes TONK! und damit war es besiedelt, dass ich diese roten Mauern nicht von innen sehen werde...



Die anderen Dinge die man so sieht, oder auch: wie groß kann eine LEDs wirklich werden?
Beispeil Nr. 1:
Olympische Stadt:



Beispiel Nr. 2:
Der angeblich größte LED Bildschirm der Welt: